Mittwoch, 3. September 2014

Keimschleuder Waschmaschine



Kochwäsche ist längst der Schonwäsche bei 30 Grad gewichen. Die niedrigen Temperaturen sparen Energie und Ressourcen. Doch der Fortschritt hat einen Haken: Im handwarmen Wasser überleben viele Keime. Sie können von einem Kleidungsstück auf das andere übertragen werden.

Düsseldorf - Die Waschmaschine als Keimschleuder - das ist kein fiktives Horrorszenario. Der Keim Staphylococcus aureus etwa hat nachweislich bereits den Weg durchs Wasserbad genommen. Familien, die gemeinsam ein Reinigungsgerät nutzten, zogen sich nacheinander jene Hautkrankheit zu, die der Keim bei geschwächten Menschen hervorruft. Saubere Wäsche machte sie krank. 

Auch bei anderen Infektionen verdächtigt man das Wäschewaschen: Beispielsweise breiten sich multiresistente Keime - Bakterien, die gegen handelsübliche Antibiotika widerstandsfähig geworden sind - außerhalb von Kliniken immer weiter aus. Sie werden mitunter über die Kleidung in Altersheime und Privathaushalte geschleppt, wie der Mikrobiologe Helmut Mucha von den Hohenstein Instituten in Bönnig-
heim vermutet. Die Bedeutung des Waschens im Vergleich zu an-
deren Übertragungswegen ist gleichwohl unklar.

Ausgesprochen hartnäckig verhalten sich Noroviren in der Wäsche-
trommel. Dies könnte ein Grund sein, weshalb Durchfallerkrankun-
gen mit Noroviren zunehmen. Vor diesem Hintergrund forderte das Robert-Koch-Institut in Berlin die Hohenstein-Institute dazu auf, einen Test zu entwickeln, der anzeigt, wie viele Viren einen Waschvorgang überstehen. Im Juni wurde ein entsprechendes Verfahren vorgestellt. Zunächst ist es für Reinigungsmittel für industrielle Wäschereien gedacht, die Textilien aus Krankenhäusern und Pflegeheimen desinfizieren müssen. 


Bazillen tummeln sich in Geschirrtüchern
 
"Sicher werden solche Tests eines Tages aber auch bei der Entwick-
lung von Haushaltswaschmitteln angewandt werden", ist Mucha überzeugt. "Der Trend geht dahin, für den Haushalt auch desinfizie-
rende Waschverfahren zu entwickeln. Die Hersteller wollen die Hygiene im Haushalt besser in den Griff bekommen - auch, weil wir künftig mehr ältere Menschen haben werden", erläutert er.

Verschiedene Studien belegen, dass bei 30 Grad Celsius die Zahl der Mikroben kaum sinkt, falls ein handelsübliches bleichmittelfreies Pulver benutzt wird. Selbst bei 40 Grad Celsius richtet man mit einem solchen Mittel nicht viel aus. So stellte Paul Terpstra von der hollän-
dischen Universität Wageningen fest, dass Staphylococcus aureus und Enterobakterien das milde Bad mühelos überstehen.

Besonders viele Bazillen tummelten sich in gewaschenen Windeln und Geschirrtüchern, während Socken und Stofftaschentücher im Vergleich dazu reiner waren. Besonders bedenklich: Die Kleinstlebe-
wesen können sich im Restwasser der leeren Maschine vermehren und bei der nächsten Nutzung auf die Wäsche übertragen werden. Nach einem Gang bei 60 Grad hängen immerhin zehn- bis hundert-
mal weniger Keime in der Wäsche als bei 40 Grad Celsius, wie Terpstra herausfand. Aber: "Sogar mit diesen Programmen bleiben die Textilien kontaminiert", hält er fest.

60 Grad reichen nicht bei allen Keimen
 
Dagegen wurden nahezu alle Keime abgetötet, wenn er Bleichmittel zugab oder ein bleichmittelhaltiges Waschpulver einfüllte. Je heißer es in der Lauge ist, desto besser wirken die Chemikalien. Hersteller wie die Düsseldorfer Firma Henkel arbeiten an der Entwicklung von Bleichmitteln, die schon bei niedrigen Temperaturen ihre maximale Wirksamkeit entfalten.
Terpstras Befunde werden von Experimenten an der Technischen Universität München untermauert. Auch dort verschwanden die meisten Keime aus den Textilien, nachdem sie bei 60 Grad Celsius mit bleichmittelhaltigen Reinigern traktiert worden waren. Allerdings erweisen sich der Darmpilz Candida albicans und der Schimmelpilz Aspergillus niger, der Asthma verstärken kann, als besonders widerstandsfähig.

Schon 2005 forderte das Bundesinstitut für Risikobewertung dazu auf, mit Mikroben belastete Textilien wie Putz- und Spültücher, aber auch Unterwäsche stets bei 60 Grad Celsius mit einem bleichmittel-
haltigen Mittel zu reinigen. Eine Kochprozedur sei dagegen im Allge-
meinen nicht erforderlich. Doch nur etwa ein Drittel der Menschen befolgen diesen Rat laut dem französischen Forschungszentrum Institut Pasteur. 

Ein Blick auf das Etikett von türkisfarbenen Pantys, rosa BHs und bunten Socken lehrt überdies, dass diese oftmals nur bei 30 Grad Celsius und schon gar nicht mit Bleichmittel gesäubert werden dürfen. Sonst verblassen die Farben. Insofern hat der Verbraucher - zugespitzt formuliert - die Wahl zwischen einem höheren Verschleiß an Textilien oder mikrobenreicher Unterwäsche.


Erkrankt eine Person, zum Beispiel an einer Grippe oder einem Fußpilz, sollten ihre Kleidungsstücke jedoch gesondert mit einem Vollwaschmittel bei 60 Grad in die Trommel gegeben werden. "Was viele vergessen: Nach jedem Waschen die Klappe und die Schub-
lade ganz öffnen, damit das Restwasser verdunsten kann", ergänzt Bockmühl. Ab und zu sollte man die Maschine bei hoher Temperatur mit einem bleichmittelhaltigen Reiniger leer laufen lassen, um Keime im Restwasser zu beseitigen.

Susanne Donner, ddp

Quelle und weitere Informationen:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/30-grad-waesche-waschmaschine-wird-zur-keimschleuder-a-635549.html




Mittwoch, 9. Juli 2014

Einbrecherbanden aus Südamerika in deutschen Wohnungen



Eigentum verpflichtet


Während die Kriminalität im Jahr 2013 insgesamt sank, nahm die Zahl der Wohnungseinbrüche weiter deutlich zu: Im vergangenen Jahr wurden 149.000 Einbrüche registriert, ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um knapp vier Prozent. Damit wurde 2013 jede 230. Wohnung in Deutschland von Kriminellen ausgeräumt.

Das Bundesinnenministerium nannte die Zunahme der Einbrüche jetzt besorgniserregend. Das ist richtig, vor allem wegen der psychologischen Folgen eines Einbruchs. Wer von Einbrechern – vielleicht sogar während der eigenen Anwesenheit – heimgesucht wurde, der verliert das Gefühl der Sicherheit und Vertrautheit in den eigenen vier Wänden. Dies kann über Jahre das Wohlbefinden be-
einträchtigen, bei einigen Menschen geht es gar so weit, dass sie umziehen, weil sie sich in ihrem Zuhause nicht mehr aufhalten können.
Es ist sicherlich richtig, wenn die Innenminister deswegen dazu auf-
rufen, dass Eigentümer mehr in die Sicherheit investieren sollen. Aber dies kann nicht alles sein. Vorbeugung darf nicht dazu führen, dass sich die Bürger in ihren Wohnungen verbarrikadieren müssen. Auch den Einbrecherbanden muss viel entschiedener begegnet werden. Inzwischen hat sich unter Kriminellen weltweit herumge-
sprochen, wie gering in Deutschland das Risiko ist, von der Polizei erwischt zu werden: Banden fliegen die Täter schon aus Südamerika ein. Das Flugticket lohnt sich schon nach kurzer Zeit. Dies ist nur ein Beispiel, das den zuständigen Innenministern zu denken geben sollte.

Für die Sicherheit der Bürger ist der Staat verantwortlich. Er hat das Gewaltmonopol und reklamiert für sich das Recht, Sicherheit und Ordnung durchzusetzen, Kriminelle zu verfolgen und zu bestrafen. Dieses Recht ist wie eine Eigentumsposition des Staates. Und was für Immobilieneigentümer gilt, muss auch für den Staat gelten: Eigentum verpflichtet! Der Bund und die Länder müssen mehr unternehmen, um ihre Bürger zu schützen.

Quelle: 

Haus und Grund
Landesverband Westfalen
Juli/August 2014

Dienstag, 6. Mai 2014

Schwere Bombenangriffe auf Wilhelmshaven

Eine Leseprobe aus dem Buch
Marschbefehl ins Ungewisse
von Ernst Albrecht


Ein großer Fliegerangriff auf Wilhelmshaven am 18. Februar 1943 um 20:15 Uhr verursachte wieder einmal einen Bombenschaden am Dach unseres Hauses. Noch in der Nacht fingen mein Vater und ich mit der Reparatur an, die zum Glück am nächsten Tag vollständig erledigt werden konnte. Zur Dokumentation fand ich den Beleg in meinem Arbeitsnachweisheft der Lehrwerkstatt unter „Ausgeführte Arbeiten – 19. Februar 1943 – Feindeinwirkung“.
Noch am selben Abend des 19. um 19:43 Uhr ertönte wiederum Fliegeralarm, erneut ein Angriff. Glücklicherweise trafen die Bomben nicht unser Wohngebiet.

Es wurden abgeworfen am 18. Februar 1943:

30 Sprengbomben und schwere Sprengbomben
8.000 Stabbrandbomben
500 Phosphorbomben
Personenschäden in Wilhelmshaven:
7 Tote, 48 schwer Verletzte
5 englische Maschinen wurden abgeschossen
5 Tommys lebend geborgen
30 Tommys überlebten nicht

am 19. Februar 1943:

50 Sprengbomben, 10 schwere Sprengbomben
3.000 Brandbomben aller Art
2 englische Maschinen wurden abgeschossen
Personenschäden in Wilhelmshaven: keine

(Angaben laut Buch: Wilhelmshaven im Bombenkrieg, Rolf Uphoff)


Am 11. Juni 1943 um 18:52 Uhr erlebte ich wieder einen unver- gessenen Angriff auf Wilhelmshaven. Ich hatte schon Feierabend und war zu Hause, als der Voralarm, später der Vollalarm ausgelöst wurde. Erneut ein Angriff mit der Folge, dass die Öltanks in der Sandwüste – heute Kleinwangerooge – getroffen wurden. Wir konnten das Feuer und die schweren Rauchwolken von der Ankerstraße aus deutlich sehen und wussten, dass ungefähr dreihundert Meter dahinter unsere Fischerbuden am Banter Deich lagen. In Sorge, dass auch die Fischerbuden getroffen sein konnten, schwang ich mich sofort aufs Rad und fuhr zum Deich. Gott sei Dank war jedoch keine der Buden getroffen worden. Der Rest der ganzen Familie atmete auf.

Ich war am 22. Oktober 1944 gerade zum Militär einberufen, als sich die Lage wesentlich verschlimmerte. Die Feuerhölle brach über Wilhelmshaven aus. Die Engländer warfen ein neues verheerendes Kampfmittel ab, die Flammrohrstrahlbombe, die zwar schon Anfang 1944 zum Einsatz kam, aber unsere Stadt bisher davor verschonten. Das sollte sich nun ändern.
Diese Bombe bestand aus einem Druckbehälter, der mit Benzin und Pressluft gefüllt war. In dieses Gemisch ragte eine Thermitbrandsäule hinein (Gemisch: Aluminium/Eisenoxyd), die als Anfeuerungsstab diente. Beim Aufschlag wurde diese Säule durch den Zünder in Brand gesetzt. Durch die dabei entstehende Hitze verdunstete das Benzin, was einen Überdruck verursachte, der ein Ventil öffnete. Von hier aus entstand an einer Düse eine Stichflamme von zwei bis fünf Meter Länge mit einer Hitze von eintausend Grad. Diese Bombe war ein Flammenwerfer mit einem Kaliber von dreißig englischen Pfund, was dreizehn Kilogramm entspricht.

Weitere Informationen zu diesem Buch erhalten Sie im Online-Shop des ENDEAVOUR-VERLAGS.

Dienstag, 4. März 2014

NERVENGIFT ALUMINIUM

Demenz - Brustkrebs - Allergien 














Durch das Erhitzen gelangt das hochgiftige Leichtmetall in die Nahrung 
Foto: chefkoch.de  


Wir leben im Zeitalter des Leichtmetalls Aluminium. In Baustoffen, Nahrungsmittel-Verpackungen, Kosmetikartikeln und im Trinkwasser ist Aluminium ein glänzender Alleskönner. Neuere Studien haben er-
geben, dass Aluminium ein Nervengift ist und für viele Erkrankungen ein möglicher Verursacher sein könnte.
So wird Aluminium mit dem Anstieg der Brustkrebsrate und auch der Alzheimer Erkrankung in Verbindung gebracht. Wenig Beachtung fand bisher der Zusammenhang von Aluminium und Nahrungsmittel-
allergien.

Eine aktuelle Studie zeigt, dass derzeit weltweit etwa 35 Millionen Menschen an Alzheimer oder anderen Formen der Demenz erkrankt sind – Tendenz steigend. Den momentanen Erwartungen zufolge wird sich diese Zahl – wenn der ersehnte medizinische Durchbruch nach wie vor ausbleibt – alle 20 Jahre verdoppeln. Bereits heute liegt die Zahl der Demenzerkrankungen um 10 Prozent über der noch vor wenigen Jahren prognostizierten Quote.

Alzheimer-Patienten weisen eine vier- bis sechsfach erhöhte Konzen-
tration von Aluminium im Gehirn nach, ein Zusammenhang ist offiziell jedoch nicht bewiesen. Aluminium gelingt als einer von wenigen Stoffen, sich nicht nur im Nervensystem einzulagern, sondern selbst die Blut-Hirnschranke zu passieren und sich direkt im Gehirn ein-
zulagern.

Wie kommt Aluminium in den Organismus?

In Verbindung mit Zitronensäure, Milchsäure und Glutamat wird Alu-
minium besonders gut vom Körper aufgenommen. So sind Früchte-
tees, Tomatensoßen, Dosensuppen, Bier und Limonaden in Dosen ideale Schleuser für Aluminium. Die Verpackungen dieser Lebensmittel enthalten das schädigende Leichtmetall.

Aluminium ist häufig ein Bestandteil in Fertigbackwaren, Süßigkeiten, Babynahrung und Käse. E-Zusatzstoffe mit Aluminiumverbindungen werden als Farbstoff (E173), Stabilisatoren (E520 und 521) und als Trennmittel (E554, E555, E556 und E598) verwendet. Achten Sie beim nächsten Einkauf auf derartige Hinweise. Bevorzugen Sie Nahrungs-
mittel ohne Aluminiumzusätze.

Bereits im Jahre 1933 fand man in einer Studie heraus, dass sich Aluminium im Körper einlagert. Einige Versuchsratten erhielten Wasser aus Aluminiumdosen und wiesen einen wesentlich höheren Aluminium-
gehalt in ihrem Blut, ihrer Leber und ihren Knochen auf als Ratten, die Wasser aus Glasschälchen tranken. Die Aluminiumkonzentration in den Knochen der Alu-Ratten war um 69 % höher als die der Glas-
schälchen-Ratten. Außerdem zeigte sich, dass die Knochendichte der Alu-Ratten um 16 % niedriger war als die der Glasschälchen-Ratten.

Seit geraumer Zeit wird wiederholt unter anderem in Internetveröffent-
lichungen und Presseberichten ein Zusammenhang zwischen der Anwendung von Antitranspirantien und dem Auftreten von Brustkrebs vermutet. 60 Prozent aller Brusttumore entstehen direkt neben den Achseln. Auf der Spurensuche, warum es zu dieser ungleichen Ver-
teilung kommt, rückten Deodorants ins Blickfeld, die von vielen Frauen ausgiebig genutzt werden. Etwa zwei Drittel aller Deodorants enthalten Aluminiumverbindungen. Für Krebspatienten gilt bereits die Empfeh-
lung vieler Onkologen, auf Deos mit Aluminium zu verzichten.

Aluminium in Dosen und Alufolie

Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt davor, saure Speisen in Kontakt mit Aluminiumtöpfen oder -folie aufzubewahren, da diese das Aluminium aus den Töpfen herauslösen und so direkt in den Körper bringen, wo es bis ins Gehirn vordringt. Menschen, die allergisch auf Aluminium reagieren, können keinerlei Speisen zu sich nehmen, die in Aluminium-Kochgeschirr oder Alu-Grillschalen zubereitet wurden, da solche Nahrungsmittel eine vielfach erhöhte Aluminiumkonzentration aufweisen. Verwenden Sie stattdessen Töpfe aus Edelstahl.

Viele Menschen haben sich angewöhnt, den aluminiumhaltigen Deckel ihres Joghurts abzulecken, was ihnen eine Extraportion Aluminium beschert. Nach und nach lagert sich das Aluminium im Gehirn des Konsumenten ein. Auch der Verzehr von Obst und Getränken, die in aluminiumbeschichteten Dosen abgepackt sind, können die genannte Plaquebildung im Gehirn verstärken.

Softdrinks sind außerdem extrem säurehaltig. Sie können sich sogar durch Metall hindurch ätzen und greifen auf ähnliche Weise unsere Zähne an. Darum ist der Konsum von Dosengetränken auch weltweit so umstritten.

Da es kein sauberes Aluminium gibt, sollten Sie es grundsätzlich ver-
meiden. Verzichten Sie auf Kaffee-Kapseln, Konservendosen und Tuben. Wählen Sie stattdessen lieber Gläser oder noch besser frische Ware. Deodorants, Zahncremes und Sonnenschutzmittel gibt es auch ohne dieses schädigende Metall. Studieren Sie auch den Beipackzettel ihrer Medikamente.


Quelle und weitere Informationen:

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/demenz-aluminium-ia.html

http://www.ages.at/ages/ernaehrungssicherheit/rueckstaende-kontaminanten/aluminium/aluminiumverbindungen-in-kosmetika/

http://www.gesund-aktiv.com/wissenswertes/nahrungsmittelallergien-durch-aluminium/