Aus dem Buch
Käfig- und Volierenbau
Praktische Anleitungen
von Ernst Albrecht
Wärmedämmungen
nach der 3. WSVO vom 01.01.1995
Farbtafel 4 und 5 und verschiedene Zeichnungen
Allgemeines
Die Haltung wärmebedürftiger Vogelarten macht in unseren nord- und mitteleuropäischen Breiten die Beheizung der Vogelunterkunft notwendig. Um aber die laufenden Energiekosten möglichst gering zu halten, soll die Vogelunterkunft bauphysikalisch richtig konzipiert werden. Die Bauphysik umfasst alle physikalischen Bereiche der Bautechnik. Besonders angesprochen sind der Wärme-, Feuchte- und Schallschutz sowie der Brandschutz, aber auch klimatologische Einflüsse von außen und innen.
Wer sich ein Vogelhaus neu errichtet, sollte sich mit diesen Grundlagen der Dämmtechnik, die auch in einer Tabelle und durch Abbildungen verdeutlicht werden, vertraut machen. Aber auch derjenige ist angesprochen, der sein Gebäude oder seinen Dachraum für die Gefiederten nachträglich wärme- oder schalldämmend verbessern möchte.
Die neue Wärmeschutzverordnung dient dem Wohnungsbau. Sie schreibt Mindestdämmschichtdicken nach U-Werten vor. Im Einzelnen siehe unten stehende Tabelle. …..
…..
Außentür-Dämmung
Die Außentür einer Vogelanlage (Vogelhaus) sollte bei allen Wärmedämmungen nicht übersehen werden. Hier geht eine Menge Wärmeenergie verloren. Dabei ist jede Tür einfach und schnell zu isolieren. Auf das Innentürblatt wird ein Lattenrahmen von mindestens 3 cm Stärke aufgeschraubt. In den Maßen muss der Rahmen bei einer außen aufschlagenden Tür mit ca. 2 mm unter dem rundumlaufenden lichten Maß des Türrahmens sein. Ist die Türfläche nicht ganz eben, sollte unter den Rahmen ein Armaflex-Dichtgummistreifen geklebt werden. Zwischen den aufgesetzten Rahmen werden mind. 3 cm Styropor stramm eingesetzt. Bis zum Außenmaß des Rahmens wird eine 8 mm dicke Sperrholz- oder Spanplatte geschraubt.
Achtung! Bei der Wahl der Rahmenstärke ist auf die Türfitschenstärke zu achten. Die Fitschen müssen das erhöhte Türgewicht tragen können. Der Türschlüssel und das Klinkenvierkant müssen um die aufgesetzte Stärke, z. B. 38 mm bei Spanplatte plus Rahmen, verlängert werden. Möglicherweise muss der Profilzylinder ausgetauscht werden. Es sollte auch überprüft werden, ob eine zweite umlaufende Gummidichtung zwischen Tür und Rahmen angebracht werden kann.
Weitere Infos im Online-Shop des ENDEAVOUR-VERLAGS
Donnerstag, 1. März 2012
Donnerstag, 2. Februar 2012
Gefühlte minus 35 Grad
"Extremster Kälteeinbruch in Deutschland seit 1986"
Die sibirische Kältepeitsche lässt Deutschland eisig klirren: Seit Jahrzehnten sackten die Temperaturen nicht mehr so abrupt ab. Gefühlt ist alles noch viel schlimmer.
Eiseskälte in Deutschland – nach dem wochenlang so milden Winter kommt der Frost nun richtig in Fahrt und verwandelt Deutschland geradezu in einen Gefrierschrank. Ursache ist das Kältehoch Cooper. Es bringt Eisluft direkt aus Russland und Sibirien hierher.
„So eine starke Kälte gibt es in Deutschland nur sehr selten zu be-
obachten. Den letzten so dermaßen extremen Kälteeinbruch müssen wir im Februar 1986 suchen“, erklärte Wetterexperte Dominik Jung vom Wetterportal „Wetter.net“.
Brutale gefühlte Temperaturen
Besonders kalt soll es laut „Wetter.net“ ab Mittwoch werden. Dann blieben die Höchstwerte teilweise unter minus 10 Grad. Regional werde es nicht einmal wärmer als minus 15 oder 14 Grad. Nachts sei ins-
gesamt flächendeckend mit sehr strengem Frost zwischen minus 10 und minus 20 Grad zu rechnen. Über Schnee könne es auf minus 25, am Erdboden sogar nahe minus 30 Grad gehen. Am kältesten werde es mit bis zu minus 20 Grad im Nordosten Thüringens und in Bayern. Der Kälterekord im Messnetz des Deutschen Wetterdienstes ist aber noch in weiter Ferne. Er liegt bei minus 37,8 Grad, gemessen am 12. Februar 1929 im bayerischen Wolnzach-Hüll nördlich von München.
Die „gefühlten Temperaturen“ dürften besonders in der zweiten Wochenhälfte vielen zu schaffen machen. Denn den neusten Berechnungen zufolge fühlen sich die Werte laut "Wetter.net" in Ostdeutschland stellenweise wie minus 35 Grad an. Wenn man sich dann nicht richtig anzieht, drohen schnell Erfrierungen.
Quelle: www.welt.de
Die sibirische Kältepeitsche lässt Deutschland eisig klirren: Seit Jahrzehnten sackten die Temperaturen nicht mehr so abrupt ab. Gefühlt ist alles noch viel schlimmer.
Eiseskälte in Deutschland – nach dem wochenlang so milden Winter kommt der Frost nun richtig in Fahrt und verwandelt Deutschland geradezu in einen Gefrierschrank. Ursache ist das Kältehoch Cooper. Es bringt Eisluft direkt aus Russland und Sibirien hierher.
„So eine starke Kälte gibt es in Deutschland nur sehr selten zu be-
obachten. Den letzten so dermaßen extremen Kälteeinbruch müssen wir im Februar 1986 suchen“, erklärte Wetterexperte Dominik Jung vom Wetterportal „Wetter.net“.
Brutale gefühlte Temperaturen
Besonders kalt soll es laut „Wetter.net“ ab Mittwoch werden. Dann blieben die Höchstwerte teilweise unter minus 10 Grad. Regional werde es nicht einmal wärmer als minus 15 oder 14 Grad. Nachts sei ins-
gesamt flächendeckend mit sehr strengem Frost zwischen minus 10 und minus 20 Grad zu rechnen. Über Schnee könne es auf minus 25, am Erdboden sogar nahe minus 30 Grad gehen. Am kältesten werde es mit bis zu minus 20 Grad im Nordosten Thüringens und in Bayern. Der Kälterekord im Messnetz des Deutschen Wetterdienstes ist aber noch in weiter Ferne. Er liegt bei minus 37,8 Grad, gemessen am 12. Februar 1929 im bayerischen Wolnzach-Hüll nördlich von München.
Die „gefühlten Temperaturen“ dürften besonders in der zweiten Wochenhälfte vielen zu schaffen machen. Denn den neusten Berechnungen zufolge fühlen sich die Werte laut "Wetter.net" in Ostdeutschland stellenweise wie minus 35 Grad an. Wenn man sich dann nicht richtig anzieht, drohen schnell Erfrierungen.
Quelle: www.welt.de
Dienstag, 3. Januar 2012
NESTER, NISTZONEN, NISTKASTENBAU
Auszug aus dem Buch
Käfig- und Volierenbau, Praktische Anleitungen
von Ernst Albrecht
Es ist allgemein bekannt, dass zwischen Frei-Nestbauern und Höhlenbrütern zu unterscheiden ist. In Käfig und Voliere müssen wir beiden Arten naturnahe Nisthilfen anbieten. Den Frei-Nestbauern ist nicht nur damit gedient, wenn wir ihnen lebende Pflanzen, Trocken-
strauchwerk o. ä. in dichter Form in die Voliere stellen. Wir müssen auch dafür sorgen, dass mehrere Unterlagen zum Nestbau vorhanden sind. Zum Beispiel können Äste so über Kreuz gebunden werden, dass von den Vögeln darauf ein Nest aus Grashalmen oder aus anderem Nistmaterial gebaut werden kann. Ein Kaisernest, also ein Drahtkorb in der Pflanze oder dem Strauchwerk, auch ein Gitterrost, welcher als Pflanzensteckgerüst dient oder Auflagebretter hinterm Strauchwerk an der Wand in verschiedenen Lagen und Höhen montiert, sind gute Nisthilfen. Wir müssen bedenken, dass die Auswahl eines Nistplatzes oder eines Nistkastens für ein brutwilliges Vogelpärchen in einer Voliere begrenzt ist. Draußen in der Natur werden den Tieren die vielfältigsten Möglichkeiten geboten. Darum ist es sehr wichtig, in der Voliere zahlreiche Nistmöglichkeiten zu gestalten oder zu schaffen.
Wie interessant ein frei gebautes Nest in Baum oder Strauch von den Vögeln gebaut werden kann, haben wir schon vielfach erfahren. Erinnern wir uns an die Kugelnester der Webervögel.
Besonders herausheben möchte ich das Nest eines Goldbauch-Kolibripaares, welches von H. Dr. W. Kühme im Heft 1/87 der GW kurz beschrieben wurde.
Dieses Kolibripaar hing sein Nest an einem 3 mm dicken Draht auf, welcher von einer Decke auf 2,85 m Höhe herunterhing. Das Nest wurde aus kleinsten, 1 – 2 mm langen Grasgrannen (Spelzen der Grasblütenstände) und Spinngewebefäden, feinsten Gräsern und anderen kleinen Niststoffen, aber immer mit vielen Spinnweben gebaut. Frühmorgens, wenn der Morgentau noch auf den Spinngewebenestern hing, schafften die Kolibris den Stoff heran und verbauten ihn am Nest. Es schien, als würden die Kolibris das übrige Nistmaterial mit dem Spinnwebstoff am Nest außen herum verkleben. Das Nest glänzte silbern vor Spinngeweben. Die Nestmulde soll nur 2 cm breit und 2,5 cm tief gewesen sein.
Es wird noch erwähnt, dass H. Th. Kleefisch im Heft 3/84 „Trichilos“ darauf hinweist, dass beliebte Nistplätze der Kolibris dickere Drahthaken sind, die unter wettergeschützten Dachvorsprüngen befestigt sind. In der Natur hängen die Nester zwischen Grashalmen, herabhängenden Farnwedeln oder in von oben herabhängenden waagerechten Astgabeln.
Aus diesem Bericht ist zu erkennen, wie schwierig es sein kann, Vogelarten nicht nur eine naturnahe und artgerechte Unterkunft, sondern auch die erforderliche Nisthilfe zur Fortpflanzung anzubieten.
Weitere Infos finden Sie im Online-Shop des ENDEAVOUR-VERLAGS.
Käfig- und Volierenbau, Praktische Anleitungen
von Ernst Albrecht
Es ist allgemein bekannt, dass zwischen Frei-Nestbauern und Höhlenbrütern zu unterscheiden ist. In Käfig und Voliere müssen wir beiden Arten naturnahe Nisthilfen anbieten. Den Frei-Nestbauern ist nicht nur damit gedient, wenn wir ihnen lebende Pflanzen, Trocken-
strauchwerk o. ä. in dichter Form in die Voliere stellen. Wir müssen auch dafür sorgen, dass mehrere Unterlagen zum Nestbau vorhanden sind. Zum Beispiel können Äste so über Kreuz gebunden werden, dass von den Vögeln darauf ein Nest aus Grashalmen oder aus anderem Nistmaterial gebaut werden kann. Ein Kaisernest, also ein Drahtkorb in der Pflanze oder dem Strauchwerk, auch ein Gitterrost, welcher als Pflanzensteckgerüst dient oder Auflagebretter hinterm Strauchwerk an der Wand in verschiedenen Lagen und Höhen montiert, sind gute Nisthilfen. Wir müssen bedenken, dass die Auswahl eines Nistplatzes oder eines Nistkastens für ein brutwilliges Vogelpärchen in einer Voliere begrenzt ist. Draußen in der Natur werden den Tieren die vielfältigsten Möglichkeiten geboten. Darum ist es sehr wichtig, in der Voliere zahlreiche Nistmöglichkeiten zu gestalten oder zu schaffen.
Wie interessant ein frei gebautes Nest in Baum oder Strauch von den Vögeln gebaut werden kann, haben wir schon vielfach erfahren. Erinnern wir uns an die Kugelnester der Webervögel.
Besonders herausheben möchte ich das Nest eines Goldbauch-Kolibripaares, welches von H. Dr. W. Kühme im Heft 1/87 der GW kurz beschrieben wurde.
Dieses Kolibripaar hing sein Nest an einem 3 mm dicken Draht auf, welcher von einer Decke auf 2,85 m Höhe herunterhing. Das Nest wurde aus kleinsten, 1 – 2 mm langen Grasgrannen (Spelzen der Grasblütenstände) und Spinngewebefäden, feinsten Gräsern und anderen kleinen Niststoffen, aber immer mit vielen Spinnweben gebaut. Frühmorgens, wenn der Morgentau noch auf den Spinngewebenestern hing, schafften die Kolibris den Stoff heran und verbauten ihn am Nest. Es schien, als würden die Kolibris das übrige Nistmaterial mit dem Spinnwebstoff am Nest außen herum verkleben. Das Nest glänzte silbern vor Spinngeweben. Die Nestmulde soll nur 2 cm breit und 2,5 cm tief gewesen sein.
Es wird noch erwähnt, dass H. Th. Kleefisch im Heft 3/84 „Trichilos“ darauf hinweist, dass beliebte Nistplätze der Kolibris dickere Drahthaken sind, die unter wettergeschützten Dachvorsprüngen befestigt sind. In der Natur hängen die Nester zwischen Grashalmen, herabhängenden Farnwedeln oder in von oben herabhängenden waagerechten Astgabeln.
Aus diesem Bericht ist zu erkennen, wie schwierig es sein kann, Vogelarten nicht nur eine naturnahe und artgerechte Unterkunft, sondern auch die erforderliche Nisthilfe zur Fortpflanzung anzubieten.
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Donnerstag, 8. Dezember 2011
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